Literaturkreis

Lesung der russlanddeutschen Autoren vom 21. September 2013

Bayern
München


5 Jahre Projekt „Lesungen der deutschen Autoren aus Russland“

Im Rahmen des Projektes „Lesungen deutscher Autoren aus Russland“, das von Maria Schefner vom Literaturkreis der Deutschen aus Russland in Bayern geleitet wird, fand am 21. September im Haus des Deutschen Ostens eine Lesung unter dem Motto „Wurzeln und Äste“ mit den Autoren Nadja Runde aus Dingolfing und Igor Schönfeld aus Koblenz. Die Dichterin und Publizistin Runde ist Autorin einiger Buchpublikationen für Kinder, auch diesmal stellte sie ihre Lyrik und Gedichte für Kinder vor, die in ihr neues Buchprojekt einfließen sollen. Igor Schönfeld erzählte über seinen Roman „Die Wege von August“ (Titel der ersten Ausgabe „Exodus“) und las einige besonders spannende Stellen aus dem Buch. Darin beschreibt er nicht nur die Schicksale seiner Landsleute in den Zeiten des Stalinismus, aber versucht auch den Zusammenbruch des Sowjetimperiums aus seiner Sicht zu reflektieren. Wer den Autor für eine Lesung einladen möchte, kann ihn unter inteirus@gmx.de erreichen. Unter den Gästen waren der Publizist und Autor Alexander Fitz, die Dichterin Bella Jordan, der Dichter Issaj Spitzer oder der Schriftsteller Max Schatz. Das Münchener Gesangstheater stellte zwei Lieder des Komponisten Alexander Merlin auf die Worte der Dichterin Maria Schefner vor.

Schon 2007 wurden im Haus des Deutschen Ostens München Lesungen mit russlanddeutschen Autoren organisiert. Seit fünf Jahren (ab 2008) sind diese Einzelmaßnahmen im Projekt „Lesungen deutscher Autoren aus Russland“ aufgehoben, das durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gefördert wird. Auf Vorschlag von Dorothea Walter (LMDR Nürnberg) wurde das Projekt ausgeweitet, eine der vier Lesungen findet mit Unterstützung der Ortsgruppe seit Jahren im Haus der Heimat Nürnberg statt. Inzwischen waren außer München und Nürnberg auch Regensburg, Neu-Ulm, Landshut und Würzburg Standorte des Projektes. Auch für diese Saison sollen Lesungen in Schweinfurt, Regensburg und München stattfinden. In Schweinfurt werden Gottlieb Eirich und Max Schatz aus ihren Publikationen lesen, und in Regensburg stellt sich Robert Moor vor. Im Dezember werden alle Literaturfreunde zu den Weihnachtslesungen schon jetzt ganz herzlich eingeladen.

Kontakt: Maria Schefner (0179-4692476)


Fotos von der Veranstaltung:










Erna Hummel
An meine Muttersprache

Durch dich verlor ich
einst mein Vaterhaus.
Erniedrigt mußt’ ich
in die Welt hinaus…
Doch deiner Lieder traute Melodien
Ließ leise ich in meine Seele zieh’n.
Als deinetwegen ich im Staube lag,
warst du es doch, die neue Kraft mir gab.
Und wenn man deinetwegen
mich verhöhnt,
hab ich mit meiner Liebe dich gekrönt.
Und als der Tod
durch Menschenreihen schlich
und Grab um Grab sich öffnete für dich,
du bliebst mir nah, ich habe dich geliebt,
du warst für mich
mein allerschönstes Lied.
Wenn ich im Staub
auch deinetwegen lag,
bliebst du die Kraft,
die neue Hoffnung gab,
wenn ich auch tausendmal
durch dich verlor,
ein Hoch dem Glück,
das ich durch dich erkor!


Der Literaturkreis der Deutschen aus Russland wurde am 14. Oktober 1995 in Bonn gegründet.

Damals waren es 14 Autoren, jetzt sind es fast 100, ein Viertel davon - junge Autoren. Es war ein Versuch, das kulturelle Vakuum für die russlanddeutschen Autoren zu füllen, Gleichgesinnte zu finden und ihnen die Integration in Deutschland etwas zu erleichtern.

Integration bedeutet für uns auch Kontakte zu den hiesigen Autoren zu knüpfen, was uns mehr oder weniger gelungen ist. Auf jeden Fall lesen auf unseren Literaturabenden fast immer auch Bonner Autorinnen aus dem Literatur-Atelier im Frauen Museum, aus dem Brühler Arbeitskreis freier Autoren, aus der GEDOK, Bonner einheimische Autoren Achim Friker, Heinz Breuer, der auch einige unserer Bücher redigiert hat, Monika J. Mannel - unser erstes bundesdeutsches Mitglied, Eva-Maria Liebenov u.a.


Lesungen mit Autoren Nadja Runde und Eugen Maul, 15 April 2012



Auf unseren Seminaren referierten der Verleger Thomas Frahm, der Literaturkritiker aus Köln Ingmar Brantsch, ein ostdeutscher Schriftsteller Friedrich Engelbert, Vertreter des Instituts für deutsche Sprache, Verleger des Geest-Verlages Alfred Büngen, Dozentin der Moskauer Universität Anna Zayak u.a.. Der Literaturkreis hat Kontakte zum Lev-Kopelev-Forum in Köln, zum Ostdeutschen Literaturkreis in Kiel und der Gesellschaft „Prussia“, zum Integrationsklub „Dialog“ in Bonn und „Monolith“ in Paderborn, zur bundesdeutschen Gesellschaft für Deutsche Dichtung, zum Gerhardt-Hauptman-Haus in Düsseldorf, und unser bester Partner ist die Heimvolkshochschule in Oerlinghausen, unter der Leitung von Dr. Johannes Müller, wo wir uns seit 10 Jahren regelmäßig zu unseren Autorenseminaren treffen.

Die Veranstaltungen zeigen die erfolgreiche sprachliche und kulturelle Integration der Spätaussiedler in Deutschland am Beispiel der Autoren des Literaturkreises.


Lesungen in München am 28. September 2012


Die Besprechung der präsentierten Bücher fördert die sprachliche und kulturelle Kompetenz der Leser, freies Sprechen und Diskussionskultur, dient der gemeinsamen Verarbeitung der Integrationsprobleme der Spätaussiedler, Schaffung des besseren Verständnisses zwischen Spätaussiedler und Einheimischen.

Die Durchführung des Projektes fördert Schließung der neuen Kontakte mit integrationsinteressierten Personen und Organisationen, wie das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen, Haus des Deutschen Ostens, Bund der Vertriebenen, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und andere Landsmannschaften, Literaturkreis der Deutschen aus Russland und zahlreicher russlanddeutscher und einheimischer Literaturfreunde.
Über die Lesungen haben Zeitungen wie „Kontakt“, Deutsche Allgemeine Zeitung, „Volk auf dem Weg“, „Sudetendeutsche Zeitung“ berichtet.


Lesungen in München, Dezember 2012. Verantwortliche: Maria Schefner



Verfolgen Sie unsere Informationen in o.g. Medien und kommen Sie zu unseren Veranstaltungen mit Ihren Nachbarn, Verwandten, Bekannten, allen, die sich für die erfolgreiche Integration der Russlanddeutschen, unsere Literatur und Kultur interessieren und dabei mitwirken wollen.

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