Der Literaturkreis der Deutschen aus Russland wurde am 14. Oktober 1995 in Bonn gegründet. Damals waren es 14 Autoren, jetzt sind es fast 100, ein Viertel davon – junge Autoren. Es war ein Versuch, das kulturelle Vakuum für die russlanddeutschen Autoren zu füllen, Gleichgesinnte zu finden und ihnen die Integration in Deutschland etwas zu erleichtern.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München

Fürth, Schweinfurt, München – so hießen die Stationen des Großprojektes des Landesverbandes Bayern „Russlanddeutsche Kulturtage in Bayern“, das vom 13. bis 25.05.17 durchgeführt wurde.
Mit Literarisch-musikalischer Zeitreise am 25. Mai durfte München die Veranstaltungsreihe abschließen.
Ein Ganztagsprogramm präsentierte die Literatur der Deutschen Autoren aus Russland in unterschiedlichsten Facetten: Theaterspiel, Lesung, Konzertprogramm, die als Grundlage die literarischen Beiträge der russlanddeutschen Autoren hatten.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Der Veranstaltungstag wurde durch die Vorstandsvorsitzende der KOG München Maria Schefner eröffnet. In ihrem Grußwort hieß sie die Anwesenden willkommen, erzählte über das Tagesprogramm und leitete in die Ziele der Veranstaltung ein.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Danach las Arnold Schefner das Grußwort des Landesvorsitzenden Ewald Oster vor.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Die Referentin der KOG Unternehmerin Anna Arzt begrüßte die Landsleute und die Gäste der Veranstaltung, drückte die Zufriedenheit mit der vielfältigen Tätigkeit der KOG LMDR in München aus und lud die Interessenten zur nächsten Informationsveranstaltung über das II.Kultur- und Geschäftsforum „Made by Deutschen aus Russland“ in Bayreuth ein.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Anschließend wurden die Gäste von Maria Schefner durch die Ausstellung zum zehnjährigen Jubiläum des Projektes „Lesungen der russlanddeutschen Autoren in Bayern“ geführt, sowie zum Bücherstand des Waldemar Weber Verlages, wo der Verleger über die Tätigkeit seines Verlages erzählte. Die Gäste interessierten sich sehr für die ausgestellten Materialien, Bücher und stellten viele Fragen über die russlanddeutschen Literaten und ihre Arbeit.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Und nun ging es zur Veranstaltung für die Kinder: zum musikalischen Puppenspiel „Peter und der Wolf“ des Puppentheaters Jouri Kostew. Der Leiter des Theaters und Hauptdarsteller der Aufführung Jouri Kostew ist ein professioneller Musiker mit langjähriger pädagogischer Erfahrung. Das musikalische Märchen vom berühmten russischen Komponisten Sergej Prokofjew erzählte Jouri Kostew neu, das Szenario dazu schrieb er selbst. Meisterhaft spielte er alle Rollen und beeindruckte als der böse Wolf, der tapfere kleine Peter oder die naive Ente. Die von Tatjana Kostew angefertigten Puppen und Bühnenbild faszinierten nicht nur Kinder.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Nach der Aufführung lud Jouri die Kinder auf die Bühne ein, wo sie die Puppen näher betrachten und sogar selbst mit ihnen spielen durften.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Zum Schluss gab Jouri Kostew noch ein kleines Konzert auf sechs Ziehharmonika verschiedener Größen und verschiedenen Klang, und diese Musik brachte die Gäste ganz spontan zum Tanzen, wo Groß und Klein viel Spaß hatte.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Zu Mittag organisierten Maria Maier und Olga Seibert einen gemeinsamen Tisch im Vorraum mit heißem Tee und duftendem Gebäck.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Die zweite Hälfte des Veranstaltungstages fing mit der Lesung "Manche Uhren ticken anders" an. Die eingeladenen Autoren präsentierten ihre literarischen Beiträge.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Nadeschda Runde, die bekannte Kinderbuchautorin, las aus ihren Märchen, zeigte die üppig illustrierten Bücher und löste damit viel Begeisterung bei Zuhörern aus.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Die Gedichte von Waldemar Weber stimmten die Gäste ganz anders ein. Seine philosophischen Überlegungen in freien Reimen spiegeln die vielfältige Geschichte der Deutschen aus Russland, schildern gefühlsvoll die Eindrücke der verschiedenen Generationen der Volksgruppe und drangen tief in die Herzen der Zuhörer ein.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Wiederum anders wirkte die Lyrik von Maria Schefner, mal dramatisch, mal besonnen, mal ironisch, aber immer lebensnah, bildhaft und für jeden Menschen verständlich.
Die anschließende rege Diskussion zeigte ein großes Interesse des Publikums für die von den Autoren angesprochenen Themen.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Nach einer kurzen Pause wurde der letzte Teil des Veranstaltungstages angekündigt: Das Konzert der Musikband von Oleg Wolf "Wo lebt das Glück, da singt die Seele".

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Die Musiker der Band Oleg Wolf, Leonid Peysakh, Wjacheslav Dorokhow, Sergey Dolganow arbeiten bereits lange zusammen und vertonen unter anderem die Texte der russlanddeutschen Autoren Bella Jordan, Oleg Wolf und Sergey Dolganow, die selbst in der Band mitspielen, Issai Spitzer und anderer Autoren.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Lyrisch oder witzig, hochaktuell oder historisch gefärbt, begeisterten die musikalischen Beiträge alle Zuhörer und die Musiker wurden mehrmals zur Zugabe aufgefordert.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Zum Schluss bedankte sich die Vorsitzende der KOG LMDR München Maria Schefner im Namen des Vorstandes sehr herzlich bei Sponsoren, Organisatoren und Teilnehmern für die gelungene Veranstaltung und die gute Zusammenarbeit.

Literarisch-musikalische Zeitreise. Russlanddeutsche Kulturtage in München


Die vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration durch das Haus des Deutschen Ostens geförderte Maßnahme präsentierte erfolgreich die Vielfalt und gesellschaftliche Bedeutung des literarisch basierten Kulturgutes der Deutschen aus Russland im Spiegel der Geschichte anhand der konkreten literarischen Beiträge, wie Prosa, Poesie, Dramaturgie, zu Musik vertonte Texte der russlanddeutschen Autoren.

Vorstand







Datum: 1-06-2017, 09:48   |   Verfasser: Administrator   |   Ansehen: 520